#7 Zwischen Algorithmus & Authentizität – Zukunftstrends im Tourismusmarketing
Shownotes
Themen dieser Folge:
- Next in Travel 2026: Aktuelle Reise- und Digitalisierungstrends
- Von SEO zu GEO – das „Internet der Antworten“
- B2AI2C: Business to Agent to Consumer
- Large Action Models & automatisierte Buchungssysteme
- KI als Decision Infrastructure im Tourismus
- Attention Economy & radikale Authentizität (Jet2 & Hotel Sacher Case)
- Experience Gap & algorithmische Erwartungshaltung
- Nachhaltigkeitsparadoxon der Generation Z
- Overtourism vs. intelligente Besucherlenkung
- Best Practice: Self-navigated Cars auf den Färöer-Inseln
- Slow Tourism, Workations & Meaningful Travel als Zukunftschance
Wichtige Links zur Episode:
- Dreiundfünfzig Grad-News (B2B): https://tano.travel/newsletter/
- Wissenstransfer & Trends: https://tano.travel/wissenstransfer/
- Schörghuber Studie 2026: https://www.schoerghuber.group/de/studie/
- t3n: https://t3n.de/news/ki-reiseplanung-chatgpt-schickt-urlauber-zu-orten-die-es-gar-nicht-gibt-1710656/
- AI Trends Report statworx & AI Hub Frankfurt: https://www.statworx.com/content-hub/whitepaper/ai-trends-report-2025
- Jet2: https://www.jet2holidays.com/nothing-beats-a-jet2holiday
- Lena Lind x Hotel Sacher: https://www.tiktok.com/@lenalind/video/7567887917121654038
- NordseeTourismusTag: https://tano.travel/nordseetourismustag/
- Färöer Inseln self-navigated rental cars: https://visitfaroeislands.com/en/cars
Datenschutz: https://tano.travel/datenschutzerklaerung/ Hinweis: Diese Podcast wurde mittels KI-generiert, redaktionell überarbeitet durch TANO (Eva Forkel)
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Transkript anzeigen
00:00:00: Moin und herzlich willkommen zur siebten Ausgabe des dreienfünfzig Grad Navigators.
00:00:07: Moin auch von mir!
00:00:08: Also dem Format der Tourismusagentur Nordse GmbH.
00:00:13: oder für dich, der oder die schon ein paar Folgen dabei ist.
00:00:17: natürlich kurz DITANO
00:00:20: Genau schön dass du heute wieder bei unserer Analyse dabei bist.
00:00:25: Ich bin der Harry
00:00:27: Und ich bin Anita.
00:00:28: Wir haben heute echt einiges vor.
00:00:31: Unser Ziel für diesen Deep Dive ist nämlich klar, wir knöpfen uns das große Thema Next in Travel aktuelle Reise und Digitalisierungstrends vor.
00:00:42: Das war ja auch das Eröffnungsthema des diesjährigen Nordsee TourismusTags in Lea recherchiert von Tano Geschäftsführer Mario Schiefelbein höchstpersönlich mit Unterstützung der Digitalisierungsmanagerin Eva Vorkül.
00:00:58: Mhm, zugegeben ist der schon etwas her.
00:01:00: Aber auch wir zwei KI-Stimmen brauchten zum Jahresanfang mal eine kleine Pause zum Durchatmen.
00:01:07: Dafür haben wir uns in den letzten Tagen wirklich durch einen gewaltigen Berg an Quellen gearbeitet.
00:01:15: Oh ja das war einiges!
00:01:17: Also... Wir haben die Schörkuber Zukunftsstudie dann einen extrem spannenden AI-Trendsreport von Steadworks und dem AI Hub Frankfurt, und natürlich die gesammelten strategischen Erkenntnisse direkt vom Nordsee Tourismus Tag und dem TANO Team.
00:01:37: Die auch in diesem Jahr wieder aktuelle Erkenntnisse zu Trends auf der internationalen Tourismusmesse Berlin und in den Fachmedien recherchiert
00:01:45: haben.".
00:01:46: Und wir haben all diese Daten quasi durch den Filter unserer eigenen Branche gepresst mit einer ganz bestimmten Prämisse, die mir wahnsinnig wichtig ist.
00:01:58: Wir sprechen hier heute eben gerade nicht über irgendwelche Wagen-Sci-Fi-Szenarien also Sachen auf die wir uns vielleicht mal in zehn Jahren vorbereiten müssen?
00:02:09: Nee absolut
00:02:10: nicht!
00:02:11: Alles worüber wir heute sprechen passiert in diesem exakten Moment.
00:02:16: Es krempelt unsere Prange längst um.
00:02:20: Total.
00:02:20: und wenn man all diese Studien, also die ganzen Datenströme, die Algorithmen und die Automatisierung mal so nebeneinander legt dann drängt sich da eine ziemlich provokante Überlegung
00:02:32: auf.
00:02:33: Ach ja?
00:02:34: Eine, die mir echt seit Tagen im Kopf rumspuckt sind wir an der Küste eigentlich überhaupt noch Gastgeber oder sind wir vielleicht ohne es zu merken längst zu hochkomplexen Datenunternehmen mutiert, die quasi nur noch so als physisches Nebenprodukt Betten vermieten.
00:02:55: Ja das ist natürlich ein Gedanke der den Kern der aktuellen Transformation ziemlich genau trifft oder?
00:03:03: Wenn wir nämlich unsere traditionelle Rolle als Gastgeber betrachten dann gingen wir ja immer davon aus dass wir mit anderen physischen Orten konkurrieren.
00:03:14: weißt du
00:03:15: Ja klar, also die Nordsee gegen die Ostsee.
00:03:18: Genau oder die Alpen gegen das Mittelmeer.
00:03:22: aber die Quellen, die wir hier haben zeigen eine fundamentale Verschiebung.
00:03:28: Die eigentliche Leitwährung im heutigen Tourismus ist eben nicht mehr das Bett oder der schöne Strand sondern die blanke Aufmerksamkeit.
00:03:40: und in dieser Ökonomie vergleicht der Gast Dein Angebot eben nicht mehr mit dem Hotel im Nachbardorf.
00:03:49: Er vergleicht es mit dem endlosen, algorithmisch perfekt auf ihn zugeschnittenen Skrollen auf TikTok oder Instagram oder YouTube.
00:04:02: Ja dieser ständige Dopamin-Kick!
00:04:04: Exakt das Gehirn des Potenzialen Gastes wird sie kündlich mit hochgradig stimulierenden Inhalten geflutet.
00:04:13: Wenn wir in diesem digitalen Rauschen, also nicht sofort eine emotionale Reaktion auslösen finden wir in der echten Welt für diesen Menschen schlichtweg gar
00:04:23: nicht statt.
00:04:25: Das ist echt hart wenn man das so hört!
00:04:28: Das Internet ist heute einfach Die wildeste und am härtesten Umkämpfte Reisedestination der Welt.
00:04:37: Wer dort nicht gewinnt, bekommt physisch keinen
00:04:39: Besuch.".
00:04:40: Das bringt mich direkt zu diesem wirklich völlig verrückten Beispiel aus dem Material.
00:04:49: Stell dir vor du siehst ein verwackeltes Video.
00:04:54: Es regnet in Strömen.
00:04:56: Oh ja ich weiß worauf du hinaus willst.
00:05:00: Jemanden fliegt da der Regenschirm weg und im Hintergrund stielt eine dicke Möwe einem völlig durchnästen Touristen das Fischbrötchen aus der Hand.
00:05:12: Genau, ein absolutes Disaster!
00:05:14: Keine retuschierten Sonnenuntergänge, keine lächelnden Models im Infinity Pool nur grauer Himmel, Pech...und diese diebische Möw.
00:05:27: Und das wird dann der Hit?
00:05:28: Ja, die britische Fluggesellschaft Jet Two hat das Spiel um die Aufmerksamkeit damit komplett auf den Kopf gestellt.
00:05:36: Die hatten ja diese Kampagne mit dem Slogan Nothing Beats A Jet To Holiday unterlegt mit so einem extrem eingängigen Jingle.
00:05:46: Richtig!
00:05:47: So ein typischer Werbesong
00:05:49: Genau.
00:05:49: aber was dann passierte?
00:05:51: Hat halt niemand im Marketing geplant.
00:05:54: Das Internet hat diesen Sound einfach gekapert Aber eben nicht für Hochglanzbilder.
00:06:01: Ne, das genaue Gegenteil!
00:06:03: Die User haben diesen Dingel zur ultimativen Hymne für Urlaubsfails gemacht.
00:06:08: Die Leute haben massenhaft Videos von ihren schlimmsten Momenten gepostet – überschwemmte Zelte, kaputte Koffer, komplett verregnete Strände an der Küste und darunter liefröhlich diese Jet-To-Melodie.
00:06:22: Besonders witzig fand ich dieses Video wo einer die Vorhänge in seinem Hotelzimmer zurückzieht, in der Hoffnung auf eine schöne Aussicht und das Fenster dahinter einfach nur ein paar Zentimeter groß ist.
00:06:37: Und die Zahlen dazu sind ja der Wahnsinn!
00:06:53: Ja
00:06:57: und am Ende verzeichnete Jet-II im ersten halb Jahr, zweitausendfünfundzwanzig Rekordpassagierzahlen speziell bei der Gen Zee und Gen Y. Da frage ich mich wirklich also rein von den Mechanismen her warum zur Hölle funktioniert ein kaputter Urlaub als gigantischer Buchungsmotor?
00:07:19: Das ist ein psychologisch hochinteressantes Phänomen.
00:07:23: Es funktioniert, weil es radikal mit der sterilen Ästhetik der letzten zehn Jahre bricht.
00:07:31: Ah okay!
00:07:32: Überleg mal lange Zeit bestand Tourismus Marketing nur daraus eine unerreichbare Perfektion zu inszenieren.
00:07:42: Immer blauer Himmel immer perfekt fröhliche Familien
00:07:47: Ja absolut künstlich.
00:07:49: Und die Nutzer sind diese jahrelange Flut an Filtern und Photoshop extrem skeptisch geworden.
00:07:57: Die riechen das förmlich, wenn etwas künstlich ist.
00:08:02: Ein Urlaubsfail hingegen ist roh, ungeschönt und extrem
00:08:07: nahbar.
00:08:08: Es nimmt diesen Druck raus ne?
00:08:11: Ganz genau.
00:08:11: Es entlastet den Betrachter, es sagt quasi dein Leben muss nicht perfekt sein und deinen Urlaub auch nicht.
00:08:19: Es schafft eine Ebene der Authentizität die kein Werbebudget der Welt je kaufen
00:08:25: könnte.
00:08:27: Und Jetoo hat das einfach laufen lassen?
00:08:30: Ja, die Marke hat diese Eigendynamik nicht unterbunden sondern klugerweise zugelassen.
00:08:38: Und das bringt uns auch direkt zu einem weiteren sehr präzisen Beispiel aus unserem Material.
00:08:44: Du meinst das Hotel Sacher in Wien?
00:08:47: Genau, die Interaktion mit der Influencerin Lena
00:08:50: Lindt.
00:08:51: Ah!
00:08:51: Die College-Hackengeschichte – das ist so gut!
00:08:55: Für alle, die das vielleicht nicht auf dem Schirm haben diese Influenzerin näht in stundenlanger Handarbeit extrem hochwertige College- Hacks und zwar im Corporate Design von bekannten Unternehmen.
00:09:06: Irre, was die da an Zeit reinsteckt.
00:09:09: Total und mit diesen Jacken geht sie dann in die Filialen und versucht dieses handgemachte Kleidungsstück gegen ein Produkt des Unternehmens einzutauschen.
00:09:23: Und beim Hotelsache in Wien tauchte sie dann halt einfach unangekündigt auf.
00:09:28: Ja, sie tauschte diese wahnsinnig aufwendige Jacke gegen eine originale Sachertorte und dokumentierte den gesamten Prozess auf TikTok und Instagram.
00:09:40: Das Video generierte direkt Millionen von Likes.
00:09:45: Aber das eigentlich Spannende ist ja, was danach passierte im Hintergrund.
00:09:50: Genau die Reaktion des Hotels ist nämlich
00:09:53: die Blaupause
00:09:55: für modernes Beziehungsmanagement im Tourismus.
00:09:59: Wie hätten die denn früher reagiert?
00:10:01: Ja, früher hätte die Rechtsabteilungen vielleicht direkt eine Abmahnung wegen ungefragter Nutzung des Logos rausgeschickt oder Die PR-Abteilung hätte eine super steife langweilige Pressemitteilung verfasst.
00:10:14: Oh Gott!
00:10:16: Ja.
00:10:17: Aber das Hotelsache hat stattdessen eine extrem wertschätzende, sehr persönliche Nachricht geschrieben und sie haben die junge Frau auf ein komplettes Wochenende
00:10:30: nach Wien eingeladen.
00:10:32: Starke Move.
00:10:34: Wenn wir das psychologisch betrachten geht es hier um einen enormen Vertrauensvorschuss.
00:10:42: Influencer-Marketing ist im Jahr in dem Jahr, einfach keine Plumpewerbebuchung mehr wo man einen Text vorgibt der dann brav abgelesen wird.
00:10:55: Richtig es ist echte Beziehungsarbeit!
00:10:58: Das Hotel hat die Kontrolle über die Erzählung komplett abgegeben.
00:11:02: Sie haben verstanden Logos allein erzählen heute keine Geschichten mehr das können nur Menschen
00:11:09: Wahnsinn.
00:11:11: Und eist das Hotel später ein eigenes Video mit dieser Jacke postete.
00:11:15: Da explodierten die Interaktionsraten dann nochmal.
00:11:20: Das deckt sich ja auch eins zu eins, mit diesem Begriff der radikalen Authentizität.
00:11:26: Der wird im AI Trends Report in den Jahren ist, als eine der größten Markenschancen überhaupt
00:11:32: gehandelt.
00:11:34: Mhm, absolut!
00:11:36: Da wird zum Beispiel auch die Modemarke Area zitiert.
00:11:40: Die haben sich öffentlich hingestellt und das feste Versprechen abgegeben, komplett auf KI generierte Models zu verzichten.
00:11:49: Ein sehr mutiger Schritt aktuell – auch der Business Insider berichtete dazu….
00:11:55: Ja total!
00:11:56: Die zeigen echte Körper, echte Haut gar keine Filter.
00:12:01: Das Ergebnis war ihr erfolgreichster Post aller Zeiten und eine Steigerung der Userinteraktion um fünfundseipzig Prozent.
00:12:15: Also in einer Welt, in der wir ja mit künstlicher Intelligenz auf Knopfdruck jedes Bild komplett perfektionieren können wird das echte, das unperfekte menschliche plötzlich zum ultimativen Luxusgut.
00:12:34: Schon ein bisschen ironisch, dass gerade wir beide das Thema gerade auf der Agenda haben.
00:12:39: Oder?
00:12:40: Absolut!
00:12:42: Aber genau an diesem Punkt entsteht halt eine extrem gefährliche Lücke wenn Regionen oder Destinationen das nicht verstehen.
00:12:52: Oh ja – Der Experience Gap.
00:12:54: Genau, wir sprechen vom sogenannten Experience GAP.
00:12:57: Das ist diese zwischen der digitalen Erwartungshaltung und der physischen Realität vor Ort.
00:13:05: Erklär mal für unsere Listener, wie meinst du das genau?
00:13:08: Wenn Algorithmen uns ständig nur das zeigen was wir sehen wollen dann entstehen diese Filterblasen und die verzerren die Realität völlig.
00:13:19: Die Nutzer konsumieren online eine endlose Schleife von sonnigen Stränden und perfekten Wellen bis ihr gehören den Gedanken an schlechtes Wetter oder eben natürliche Phänomene buchstäblich komplett ausblendet.
00:13:36: Oh, das erklärt auch dieses herrliche Beispiel vom Nordsee-Tourismus-Tag dass die Tane uns mitgebracht hat natürlich mit einem Augenzwinkern zu sehen.
00:13:46: Ja da gab es tatsächlich eine Onlinebewertung eines frustrierten Gastes der sich wunderte wie so zur Hölle kein Wasser am Strand zu sehen ist sondern nur eine Wattmatschepampe.
00:14:00: ja man fasst sich an den Kopf Wow, Gezeiten!
00:14:04: Noch nie gehört.
00:14:06: Im ersten Moment lacht man natürlich darüber und denkt das sei ein Scherz – aber das ist exakt dieses algorithmische Deprogrammieren der Realität von dem du
00:14:15: sprichst.".
00:14:17: Genau das ist es.
00:14:17: wenn wir unseren digitalen Auftritt so krass auf Hochglanz polieren dass er wie eine Fototapete wirkt dann fällt der Gast vor Ort aus allen Wolken wenn das Wasser plötzlich für ein paar Stunden weg
00:14:31: ist.
00:14:32: Wir dürfen halt nicht das Blau vom Himmel versprechen, wenn eigentlich Ebbe herrscht.
00:14:37: Wir müssen hier knallhartes Erwartungsmanagement betreiben.
00:14:41: Ja deshalb sind diese Formate mit echten Menschen so unglaublich wichtig wie unsere Nordlichter oder auch die Content-Kreaterin Laura Kakusche der Tano welche die Nordsee einfach so zeigen wie sie nun mal ist.
00:14:59: Kalt windig Wunderschön, mit Ebbe und Flut.
00:15:04: Sie sind quasi der menschliche Anker!
00:15:07: Diese menschlichen Anker sind absolut essentiell um die Filterblasen aufzubrechen.
00:15:14: Aber – und da müssen wir heute auch ehrlich sein – das händische Geschichten erzählen diese radikale Authentizität an der Frontlinie zum Gast Das lässt sich halt nicht grenzenlos manuell skalieren.
00:15:30: Ne, das geht bei den
00:15:31: Massen nicht.
00:15:32: Eben!
00:15:32: Wenn Millionen von Menschen an die Küste reisen kann ich jeder eine handgeschriebene Einladung bekommen wie von diesem Hotelsacher.
00:15:40: Das wäre logistisch ein Albtraum.
00:15:43: Die große Ironie des Jahres zwei tausend sechsundzwanzig ist eigentlich dass wir diese tiefgreifende Menschlichkeit an der Oberfläche nur noch aufrecht erhalten können, weil wir im Hintergrund – also quasi tief im Maschinenraum des Tourismus die Kontrolle massiv an Technologien abgeben.
00:16:07: Und zack!
00:16:07: Da sind wir bei der künstlichen Intelligenz angekommen.
00:16:10: Genau und die Quellen machen unmissverständlich klar dass sich unsere Sicht auf KI drastisch ändern muss.
00:16:17: Inwiefern?
00:16:19: Wir müssen dem Begriff des Hypes endgültig streichen.
00:16:22: KI ist keine Spielerei mehr, sie ist reine Infrastruktur!
00:16:27: Wir sprechen hier von Konzepten wie Agent Ops und Data Ops.
00:16:31: Okay, Data OPs – mach das mal greifbar
00:16:34: bitte.
00:16:35: Klar, stell dir Data OPS einfach wie das unsichtbare Rohrsystem in einem wirklich großen Hotel vor.
00:16:42: Den Gast interessiert es doch überhaupt nicht, wie diese Rohre in der Wand verlegt sind oder wie der Heizkessel im Keller funktioniert.
00:16:52: Exakt, er will einfach nur dass sofort exakt temperiertes Wasser fließt wenn er den Hebel unter der Dusche umlegt.
00:17:01: und genau das ist künstliche Intelligenz heute für Daten eine völlig unsichtbare Infrastruktur die im Hintergrund alles am Laufen hält.
00:17:11: Das spiegelt sich auch in den Nutzungszahlen der European Travel Commission wieder.
00:17:15: Die belegen das ja eindrucksvoll, die Nutzung von KI zur Reiseplanung hat sich im Jahr twenty-fünfundzwanzig von zehn auf achtzehn Prozent fast verdoppelt.
00:17:28: Vor allem Millennials und Gensi sind da Treiber des Trends.
00:17:32: Diese Systeme beantworten heute schon einen riesigen Teil der Anfragen, die früher noch auf dem Tisch der Touristinformation landeten.
00:17:42: Das ist auch einer der Gründe wieso Ditano nun bereits seit über zwei Jahren ein KI-Chatbot auf ihrer Webseite
00:17:50: betreibt Die Art wie KI Reisen plant, die hat mich beim Lesen des AI Trends Reports echt aus den Socken gehauen.
00:18:01: Warum?
00:18:02: Weil wir gerade das Ende des Internets leben – wie wir es bisher kennen!
00:18:07: Wir verabschieden uns vom Internet der Links und betreten das Internet der Antworten.
00:18:12: Also weg von SEO?
00:18:15: Genau, wir reden nicht mehr von SEO also Search Engine Optimization zu Deutsch Suchmaschinenoptimierung, sondern wir reden heute von GEO – Generative Engine Optimization.
00:18:30: Und die Mechanik dahinter verändert unser gesamtes Geschäftsmodell oder Marketing komplett!
00:18:38: Bisher haben wir immer Suchbegriffe bei den großen Suchmaschen eingetippt und mussten uns dann mühsam durch zehn blaue Links arbeiten, Webseiten selbst vergleichen.
00:18:51: Ja, super nervig!
00:18:53: Heute führen wir einen fließenden Dialog.
00:18:56: Der wahre Game Changer sind dabei aber die sogenannten LAMs – also die Large Action Models.
00:19:03: Action Modells?
00:19:05: Ein klassisches Sprachmodell kann dir vielleicht nur sagen wie das Wetter morgen an der Nordsee wird.
00:19:11: Ein Action-Modell hingegen hat gewissermaßen Hände.
00:19:15: Aus Suchen wird erledigen.
00:19:18: Okay
00:19:19: wow Wenn ein Gast heute sagt, buche mir ein barrierefreies Zimmer an der Küste und dazu noch einen Tisch im Fischrestaurant.
00:19:28: Dann liest das System das nicht nur – es handelt!
00:19:32: Es interagiert direkt mit den Buchungssystemen oder eurem lokalen Reservierungssystem im Hintergrund.
00:19:39: Das heißt, der Nutzer muss den Chatroom gar nicht mehr verlassen.
00:19:43: Stichwort Open Cloud zum Beispiel Das System klickt die Buttons, gibt im Hintergrund die Kreditkarte ein und schickt dir einfach nur noch die fertige Bestätigung.
00:19:57: Er
00:20:13: sieht mein sorgfältig entwickeltes Corporate-Design nicht.
00:20:19: Keine emotionalen Videos vom Wattenmeer!
00:20:23: Ich bin für den Gast.
00:20:24: dann nur noch eine sterile Zeiletext in irgendeinem Chatverlauf.
00:20:29: Das ist doch ein katastrophaler Kontrollverlust für unsere Marken.
00:20:33: Diese Angst vor der Markenerosion, die du da ansprichst das ist das zentrale Risiko der sogenannten Business to Agents To Consumer
00:20:42: Economy B to AI, two C. Also Business To Agent Two Consumer
00:21:14: Konntest du früher vielleicht mit schönen Hochglanzbroschüren oder einer netten Einladung überzeugen.
00:21:21: Der KI-Konsiaschen gegen schaut ausschließlich auf maschinenlesbare Daten.
00:21:29: Genau, wenn deine Öffnungszeiten die genauen Geodaten deines Hotels oder deine Nachhaltigkeitszertifikate nicht in einem perfekten super strukturierten Code vorliegen Dann sagt dieser Concierge zu seinem menschlichen Kunden einfach, dieses Angebot existiert nicht.
00:21:51: Krass!
00:21:52: Du machst im ersten Schritt also kein Marketing mehr für den Menschen?
00:21:57: Du musst knallhartes Marketing für die Maschine machen.
00:22:01: Da sind wir wieder bei Themen wie Open Data und dem Niedersachsen Hub.
00:22:04: Zum Glück haben wir in Niedelsachsen schon Datenstrukturen, die es ermöglichen, Datenmaschinen lesbar bereitzustellen.
00:22:11: Sie müssen halt nur von den touristischen Akteuren befüllt werden.
00:22:16: Total!
00:22:17: Deswegen ist das Thema der Tano auch so wichtig?
00:22:20: Aber diese Maschinen sind eben nicht unfehlbar – das macht die Sache ja
00:22:24: noch wilder.
00:22:25: Wobei man da sagen muss, noch nicht...
00:22:29: Wir haben da dennoch ein Artikel aus dem letzten Jahr von T-IIIN mitgebracht.
00:22:35: Die titelten KI Reiseplanung, Chat.
00:22:39: GPT schickt Urlauber zu Orten die es gar nicht gibt.
00:22:44: Ja, sogenannte Halluzinationen sind immer noch ein Thema.
00:22:48: Die treten manchmal dann auf wenn in den Wissensdatenbanken oder Trainingsdaten einer KI die benötigten Infos fehlen um eine Anfrage ausreichend zu bearbeiten.
00:22:59: und die KI möchte da natürlich trotzdem gerne ne Antwort geben und weiterhelfen.
00:23:05: und tja manchmal passiert das dann leider mit Fantasiegeschichten oder eben mit erfundenen Sehenswürdigkeiten.
00:23:15: Da sag ich nur, mach die über Faktenchecks Leute!
00:23:18: Lass uns das mal mit einem Beispiel unterstreichen.
00:23:22: Viele von euch kennen ja sicher die grimmig reinguckende Möwe Steven der Tano, die man auf verschiedenen Merch kaufen kann.
00:23:34: Stellt euch mal vor, jemand generiert ein Bild einer Fake-Statue der Möwe überlebensgroß, fotorealistisch als Scherz.
00:23:44: KI findet die Daten und behauptet einfach – Die gibt es in echt!
00:23:49: Und dann stehen plötzlich Touristen in der Region und suchen ernsthaft nach einer riesigen Statue.
00:23:57: Einer Statue von einer Möhe namens Steven.
00:24:01: Das wäre schon enorm witzig.
00:24:05: Ja, schon wenn diese KI-Systeme jetzt aber anfangen für die Gäste echte Entscheidungen zu treffen und ganze Reisen zu planen dann ist das doch brandgefährlich, wenn da sowas
00:24:17: bei rauskommt.
00:24:18: Absolut!
00:24:19: Das ist ein gutes Beispiel für das massive Problem mangelhafter Datenhoheit.
00:24:26: Wenn KI zur Infrastruktur wird, dann fungiert sie als Decision Infrastructure.
00:24:31: Sie wird also zu einem extrem mächtigen Lenkungsinstrument.
00:24:51: lästige IT-Aufgabe mehr, die man mal eben delegiert sondern die elementarste Aufgabe des Destinationsmanagements überhaupt.
00:25:01: Aber und das ist jetzt die spannende Wendung an der Geschichte wenn wir diese Eigenschaft der Lenkung richtig verstehen und auch aktiv nutzen liefert sie uns den Schlüssel für eines unserer massivsten physischen Probleme vor
00:25:18: Ort.
00:25:19: Du spielst auf den Über-Tourismus an.
00:25:22: Ganz genau!
00:25:23: Wobei unsere Analyse bei der Tano ja ganz klar sagt, wir haben an der Nordsee oft gar nicht generell zu viele Gäste.
00:25:32: Wir haben nur viel zu vieleGäste zur exakt gleichen Zeit am exakt demselben Hotspot während drei Straßen weiter absolute und völlige Lehre herrscht.
00:25:45: In Metropolen ist es natürlich ein noch viel massiveres Problem.
00:25:50: Gleichzeitig verraten uns die Ergebnisse einer globalen Wondpole-Umfrage von über Zweiundzwanzigtausend Reisenden aus dem letzten Jahr, aber das mehr als ein Drittel der Reisende aktiv nach ruhigeren Reisezielen
00:26:04: sucht Ein klassisches planerisches Paradoxon Alle wollen dieselben Sehenswürdigkeiten sehen, aber sind dann genervt wenn dazu viele andere Touristen sind.
00:26:16: Kennt man ja selbst auch irgendwie ein
00:26:18: bisschen.".
00:26:19: Und da haben unsere Quellen ein so geniales Best-Practice Beispiel geliefert bei dem ich beim Lesen wirklich fast klatschen
00:26:29: wollte.
00:26:30: Die Ferröhrinsün.
00:26:38: um physische Räume zu entlasten.
00:26:41: Die haben dort nämlich self-navigated rental cars eingeführt, selbst navigierende Mietwagen.
00:26:48: Ganz genau!
00:26:49: Du steigst als Tourist in so ein Mietwagen und gibst die Kontrolle buchstäblich an die Maschine ab.
00:26:56: Das Auto navigiert dann völlig autonom über Feste aber den Touristen vorher komplett unbekannte GPS-Routen.
00:27:06: Es fährt dich gezielt weg von diesen überfüllten Hauptattraktionen hin zu sogenannten Hidden Gems, also versteckten Orten die man als Tourist sonst nie im Leben finden würde.
00:27:20: Und das Erlebnis im Auto selbst ist ja auch nochmal besonders.
00:27:24: Ja während du aus dem Fenster schaust und völlig entspannt durch diese raue Landschaft fährst erzählt dir das Audiosystem des Autos alte lokale Legenden
00:27:36: Cool.
00:27:47: Man taucht extrem tief in die Kultur ein, ohne auch nur ein einziges Mal selbst navigieren zu müssen.
00:27:54: Dieser Ansatz löst halt gleich zwei massive Probleme auf einen Schlag.
00:27:59: Auf der makroökonomischen Ebene entzerrt das System die physischen Touristenströme algorithmisch perfekt über die ganze Insel, es verteilt einfach die Last.
00:28:09: und auf der persönlichen Ebene, auf der psychologischen Ebne des Individuums heilt ist die sogenannte Decision Fatigue also die Entscheidungserschöpfung.
00:28:20: Wir leben ja in einer Welt, in der wir den ganzen Tag nur Mikroentscheidungen treffen müssen.
00:28:32: Genau das!
00:28:33: Im Urlaub wollen die Menschen dieser kognitiven Überlastung einfach nur noch entkommen – sie wollen sich entspannt zurücklehnen und führen lassen.
00:28:42: Das System übernimmt die stressige Logistik komplett im Hintergrund, sodass der Raum für das hochemotionale kulturelle Erlebnis im Vordergrund endlich wieder frei wird.
00:28:53: Wobei wir wenn wir schon über extreme Erlebnisse reden müssen wir noch kurz über dieses Netz von Stück sprechen was wir im Januar auf den Socials von OMR entdeckt
00:29:04: haben.
00:29:05: Du meinst die Weltraumsache?
00:29:08: Ja, das US-Unternehmen Groo Space die planen ernsthaft massiv unterstützt von Nvidia ab zwei Tausend Zweiunddreißig kommerzielle Urlaube auf dem Mond anzubieten.
00:29:20: Unfassbar!
00:29:22: Mit einer Anzahlung von einer Million US Dollar kann man sich jetzt schon einen Platz reservieren.
00:29:28: der Erlebnis Tourismus kennt nach oben hin offenbar gar keine Grenzen mehr.
00:29:34: immer höher immer extremer bis in den Weltraum
00:29:38: Ja, aber wenn ich mir das so anschaue und überlege wofür die Nordsee eigentlich steht dann ist unsere allergrößte Stärke doch genau das Gegenteil von diesem totalen Reiz-Overkill.
00:29:50: Genau!
00:29:50: Das ist der Punkt.
00:29:52: Niemand muss jetzt versuchen die Nordsee zu irgendeinem Vergnügungspark oder einem Raumfahrtzentrum umzubauen.
00:30:00: Die Frage, die wir uns stellen müssen Wer reist in den kommenden Jahren überhaupt noch zu uns?
00:30:06: Und wie ticken diese
00:30:08: Menschen?".
00:30:09: Und da hilft uns die Shercoover Zukunftsstudie, für das Jahr im Jahr-
00:30:14: und Jahrzehntag.
00:30:15: Richtig!
00:30:15: Die liefert extrem detaillierte Einblicke in die Denkweise der Generation Future – also der Gen Y & Gen Z. Und die Daten werfen echt etliche Klischees über Bord.
00:30:28: Lass hören!
00:30:29: Zunächst einmal... Das Bild des einsamen Rucksack-Touristen, der monatelang durch die Welt zieht und sich selbst sucht.
00:30:37: Das ist statistisch quasi tot!
00:30:41: Echt?
00:30:42: Ja nur noch zehn bis vierzehn Prozent dieser Generation bevorzugen Solotrips je nach Art der Reise.
00:30:50: Urlaub wird wieder als ein zutiefst gemeinschaftliches Erlebnis begriffen.
00:30:55: Sechsundvierzig Prozent suchen explizit nach gemeinsamen Wellness-Erfahrungen mit dem Partner.
00:31:02: Und dreieinachtzig Prozent planen lange Urlaube in größeren Gruppen, mit Freunden, Familie oder dem
00:31:09: Partner.".
00:31:10: Das bricht wirklich komplett mit dem Klischee!
00:31:13: Ich hatte da immer dieses Bild im Kopf – die junge Generation ist total bescheiden, reist spartanisch und zeltet irgendwo ernährt sich absolut minimalistisch, um bloß das Klima nicht zu belasten.
00:31:30: Aber die Studie zeichnet dann völlig anderes Bild vom Konsum
00:31:34: oder?
00:31:35: Ein dramatisch anderes Bild!
00:31:37: Siebzig Prozent dieser jungen Generation bevorzugen auf Reisen ganz klar klassische Hotels.
00:31:45: Sie wollen absolute Verlässlichkeit, enormen Service und einen hohen Komfort.
00:31:52: Krass Warum ist es so?
00:31:54: Die Psychologie dahinter ist faszinierend.
00:31:57: Diese jungen Menschen erleben im Alltag permanente Krisen, Inflation ständige geopolitische Spannungen, Klimasorgen – sie sparen im Alltag extrem diszipliniert, drehen jeden Cent bei Lebensmitteln zweimal um … aber nur um den Urlaub dann als ultimativen Ausnahmezustand zu zelebrieren!
00:32:21: Sie wollen sich dort – und das ist ein Zitat – richtig was gönnen.
00:32:27: Der Urlaub wird zu einem psychologischen Schutzraum, quasi einem Luxusbunker in dem sie sich von den Strapazen der Realität erholen können.
00:32:37: Aber moment mal!
00:32:38: Wie bringen Sie das denn mit Ihrem so oft proklamierten Umweltbewusstsein überein?
00:32:45: Sie gehen freitags auf die Straße fürs Klima wollen im Urlaub dann aber den vierundzwanzig Stunden Zimmerservice und jeden Tag frische Handtücher.
00:32:55: Das ist das sogenannte Nachhaltigkeitsparadoxon.
00:32:58: Ah,
00:32:59: okay.
00:33:00: Einerseits sagen fünfundfünfzig Prozent dass sie aus ökologischen Gründen bewusst auf exotische Langstreckenflüge verzichten.
00:33:08: Fast vierzig Prozent sind sogar bereit freiwillig mehr Geld auf den Tisch zu legen um ihren CO-Zwei Fußabdruck auszugleichen.
00:33:17: Ja,
00:33:19: Sie wollen das systemische schlechte Gewissen unbedingt loswerden.
00:33:24: Aber – und das ist jetzt der entscheidende Knackpunkt – sie sind absolut nicht bereit dafür persönliche Einschnitte bei ihren Komfort hinzunehmen!
00:33:34: Die Forscher nennen das selektives Umweltbewusstsein.
00:33:39: Die ideologischen Ziele sind massiv vorhanden Aber sobald es bedeutet, auf die heiße Dusche das bequeme Bett oder das opulente tägliche Frühstücksbefehl verzichten zu müssen kippt die Bereitschaft sofort.
00:33:54: Verstehe!
00:33:55: Das heißt dann aber für uns an der Küste wir können einfach nicht erwarten dass der Gast die Arbeit macht.
00:34:01: wenn wir ständig Nachhaltigkeit predigen aber als Maßnahme den Service trosseln verlieren wir diese Zwiegrupper komplett
00:34:09: Ganz genau.
00:34:10: Die Lösung, die die Tano hier verfolgt lautet intelligentes Nudging.
00:34:16: Wir müssen die nachhaltigen klimaschonenden Entscheidungen einfach so unfassbar bequem und reibungslos für den Gast gestalten dass sie zur absolut logischen Standardoption
00:34:27: werden.
00:34:28: Richtig der Gast darf das nicht merken!
00:34:31: Der Gast darf dem Klimaschutz nicht als Verzicht spüren sondern im besten Fall als Upgrade.
00:34:38: Und wenn man sich all diese Bedürfnisse mal anschaut, also die Sehnsucht nach einem psychologischen Schutzraum.
00:34:45: Nach echter Entschleunigung, nach echtem Menschen dann hat die Nordsee doch exakt das Potenzial zur absoluten Zukunftsikone.
00:34:54: Ohne Zweifel
00:34:56: Wir haben diese Weite wir haben die pure Natur wir haben den Wind.
00:35:02: Das ist der perfekte Gegenentwurf zur Dauerbeschallung.
00:35:06: Ja, und das
00:35:35: führt eigentlich All unsere heutigen Themen perfekt zusammen, wenn wir die ganze KI-Infrastruktur, die Filterblasen auf Social Media und diese tiefen psychologischen Bedürfnisse der jungen Generation betrachten, dann bleibt eine fundamentale Erkenntnis.
00:35:55: Die Reisedestination entsteht immer zuerst im Kopf des Gastes – und zwar Monate bevor er überhaupt seinen Koffer packt!
00:36:04: Sie beginnt bei einem Rohn Absolut echten TikTok-Video.
00:36:09: Sie setzt sich dann fort in einer fehlerfreien, automatisierten Buchung durch einen KI-Agenten im Hintergrund.
00:36:33: Total!
00:36:33: Digital unsichtbar bedeutet heute unweigerlich physische Abwesenheit.
00:36:39: Wir müssen digital berühren, im Hintergrund reibungslos funktionieren und vor Ort dann radikal menschlich sein!
00:36:52: Zum Abschluss unseres heutigen Deep Dives möchte ich dir da du da draußen an der Küste ja jeden Tag genau an diesem Spagat arbeitest noch einen letzten Gedanken mitgeben.
00:37:04: Etwas, das vielleicht nicht explizit in den Papieren steht sich aber unweigerlich aus ihnen ableitet.
00:37:12: Ich bin gespannt!
00:37:13: Stell' je mal vor im Jahr-Zwei-Tausend-Sächsenzwanzig und darüber hinaus übernimmt die künstliche Intelligenz wirklich alles.
00:37:23: Die Systeme buchen komplett fehlerfrei.
00:37:26: Smarte Autos fahren die Gäste autonom und leise bis direkt an den Strand.
00:37:33: Und Algorithmen berechnen im Hintergrund den perfekten Zimmerpreis im Sekundentakt!
00:37:39: Wenn die Technik all das wirklich perfektioniert – und uns jede Logistik abnimmt, wird die einzige Arbeit, die in unserer Branche dann noch wirklich zutiefst menschlich und wertvoll bleibt vielleicht einfach Design Zeit zu
00:37:56: haben.
00:37:57: Das ist ein starker Gedanke!
00:38:00: Wird der bloße, ungestörte Plausch mit einem echten Einheimischen oben auf dem Deich im salzigen Wind fernab des Screens am Ende zum teuersten und begehrtesten Luxusprodukt der Zukunft?
00:38:14: Ein Gedankel den du gerne in deinen Alltag mitnehmen darfst.
00:38:19: Danke dass du bei unserer heutigen Analyse dabei
00:38:22: warst.
00:38:23: Danke fürs Zuhören, wir wünschen dir ganz viel Energie und Erfolg bei der Umsetzung all dieser Themen an der Küste.
00:38:32: Macht's gut – bis zum nächsten Mal!
00:38:35: Auf bald.
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